mail | 24. Februar 2007 von jk | Link auf diesen Artikel
Heute haben wir die Konfiguration unserer Junkmail-Erkennung geändert mit dem Ziel, dass weniger unerwünschte Mail bei unseren Kunden ankommt.
Statistiken zufolge liegt der Anteil von Junk-Mails am Gesamtvolumen aller verschickten E-Mails momentan bei 93%. Die Junk-Erkennung von Netzallee hat regelmäßig den Großteil dieser Mails korrekt als unerwünscht eingestuft. Dennoch dürfen wir aus rechtlichen Gründen Junkmails nicht löschen, sobald sie in unserem System sind, sondern müssen sie zustellen.
Dieses Problem umgehen wir mit der neuen Konfiguration, indem die Junk-Erkennung an die erste Stelle der Verarbeitungskette für Mails gerückt ist. Jede Mail bekommt eine Bewertung der Junk-Wahrscheinlichkeit auf einer offenen Skala zugeordnet.
Die Abbildung zeigt einen Vorher-Nachher-Vergleich unserer Mailverarbeitung.
![[MTA-Diagramm]](/hilfe/mta-diagramm-junk.png)
Blaue Linien stehen für erwünschte Mails, lila für wahrscheinliche Junk-Mails und rote für sehr sicher erkannte Junk-Mails. Die als »MX« bezeichneten Kästen stellen sendende Mailserver im Internet dar. Junk-Mails werden oft versendet von gekaperten PCs, die zu sogenannten Bot-Netzen verbunden werden, und von Mailservern in Ländern, wo es rechtlich keine Handhabe gegen den Versand gibt.
Vorher nahm der Netzallee-Mailserver isimail.de eine Mail zuerst in seine Warteschlange auf, gab sie an die Junk-Bewertung und stellte sie dann zu. In der neuen Konfiguration wird eine Mail, deren Junk-Bewertung sehr hoch ist, gar nicht erst angenommen (Antwortcode »550« im Bild) und muss deshalb auch nicht zugestellt werden. Im Falle, dass eine Mail irrtümlich abgelehnt wird, bekommt der Absender eine Meldung darüber.
Es werden nun nur noch Mails mit einer geringen und mittleren Junk-Wahrscheinlichkeit angenommen, was sich sofort im Füllstand Ihres Junk-Ordners bemerkbar macht.
Unser Postmaster hat zum Beispiel vorgestern noch ca. 50 Junk-Mails bekommen, heute dagegen nur noch 6.
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